Zinssatz für Baudarlehen

Zins für Baukredite

Deshalb zählt, wer sich lange Zeit verbindet. Jeder, der sich mit Baufinanzierungen befasst, stellt sich auch die Frage: Welchen Festzins soll ich nehmen? Das Entscheiden über einen längeren oder kürzeren Zeitraum hat weit reichende Folgen: Derjenige, der die derzeitigen Bedingungen für 30 statt für zehn Jahre sicherstellt, bezahlt allein für diese Leistung 0,9 Prozent mehr Zinse. Das folgende Beispiel veranschaulicht, was das ist.

Für 400.000 EUR erwirbt ein kleines Paar eine Ferienwohnung und muss rund 80-prozentig ( 225.000 EUR) aufbringen. Auf dieses Darlehen hatten die beiden Anfang Juni 2018 1,50 Prozentpunkte (fixiert auf zehn Jahre) und 2,41 Prozentpunkte (fixiert auf 30 Jahre) vom billigsten Lieferanten bezahlt. Unter der Annahme, dass unsere Gastfamilie zwei Prozentpunkte pro Jahr für die lange Festzinsperiode zurückzahlt, würde die verbleibende Verschuldung am Ende der Frist 39.345 EUR betragen.

Der Monatspreis würde 1194 EUR betragen. Würden die beiden die gesparten Zinssätze in eine vermehrte Rückzahlung während der kurzfristigen Festzinsperiode anlegen, würde der Zinssatz wieder bei 1194 zulegen. Es wären 223. 031 EUR. Jetzt stellt sich die zentrale Frage: Wie sollte sich der Zinsenmarkt weiterentwickeln, damit unsere Gastfamilie im zweiten Fall nicht mehr zahlt als auf lange Sicht?

Eines ist sicher: Allerdings verlangt die Wohnimmobilienkreditrichtlinie von den Finanzinstituten, dass sie den Kundinnen und Verbrauchern im Rahmen des Angebots für einen Kreditvertrag Modellkalkulationen zur Verfügung stellen, die die gesamten Kosten aufzeigen - nicht nur bis zum Ende der Zinsbindungsfrist, sondern bis zum Ende der Kreditlaufzeit. Für diese Abrechnungen können die Kreditinstitute jedoch davon ausgehen, dass der ursprüngliche Zinssatz auch nach Ablauf der Festschreibungszeit noch gültig ist.

Unter der Annahme, dass dies richtig ist, wäre das Kreditgeschäft mit den tiefen Zinssätzen natürlich die beste Option. Damit wäre unsere Gastfamilie fünf Jahre früher als bei der langfristigen Festschreibungszeit verschuldungsfrei und hätte für ihr eigenes Heim 73.000 EUR weniger bezahlt. Kein Fachmann geht davon aus, dass die Zinssätze in zehn Jahren noch so tief sein werden wie heute.

Vielmehr geht es darum, bis zu welchem Punkt die Wertzinsen voraussichtlich ansteigen werden, so dass die beiden Varianten am Ende gleich hoch sind. Mit identischen Raten und Restverschuldung nach 30 Jahren wird der Leitzins voraussichtlich von 1,50 auf 3,41% ab dem elften Jahr mit der kurzfristigen Festschreibungszeit anwachsen. Im Moment erhebt sich die Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Verbindungszinsen diesen Betrag über- oder unterschreiten werden?

Eine zuverlässige Aussage zu dieser Problematik kann jedoch niemand machen. Zum einen gilt: Je größer die Prozentbelastung im Verhältnis zum Familiennettoeinkommen, umso langfristiger sollte der Festzins sein. Mit nur zehn Prozentpunkten Eigenkapital und einer Ergebnisbelastung von mehr als 35 Prozentpunkten wäre ein Festzinssatz von 20 Jahren sogar verpflichtend - wenn möglich, könnte er etwas mehr sein.

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