Verzinsung Verrechnungskonto

Zinsen auf dem Verrechnungskonto

Aktionäre und Verrechnungskonto In dieser Gesellschaftsform werden nur handelsübliche Verträge zwischen der Gesellschaf t und ihren Aktionären berücksichtigt. Wenn Gelder oder Vermögenswerte für den privaten Gebrauch abgehoben werden, werden diese Transaktionen in der Regel auf ein Verrechnungskonto verbucht. Bei externen Betriebsprüfungen wird häufig der externe Charakter der Struktur in Frage gestellt und eine zu versteuernde versteckte Verteilung (27,5 v. H. Kapitalertragsteuer) für den Gesamtbetrag des ausstehenden Betrags auf dem Verrechnungskonto unterstellt.

Ausschlaggebend für die juristische Würdigung sind die Einbeziehung einer vollstreckbaren Klage in die GmbH-Bilanz, die Schwere der Rückzahlungsabsicht und die Kreditwürdigkeit des Anteilseigners zum Gewährungszeitpunkt des Darlehens. 1. Schritt: Sind die vertragsgemäßen Rahmenbedingung für den Geldtransfer angemessen belegt? Andernfalls ist davon ausgegangen, dass ein kurzfristiger Geldtransfer besteht, der mit einem Girokonto-Verhältnis zu vergleichen ist.

Die Verzinsung der Forderungen muss in diesem Falle dementsprechend hoch und die Kreditwürdigkeit des Anteilseigners so bemessen sein, dass die Schuld wie bei einer Kontokorrentverschuldung innerhalb eines Jahrs zurückgezahlt werden kann. Stufe 2: Bei der Bonitätsbeurteilung des Aktionärs zum Zeitpunkt der Mittelübertragung sind folgende Faktoren zu berücksichtigen: die aktuellen und zukünftigen Erträge des Aktionärs, mit Ausnahme von Ertragskomponenten, die in Bezug auf Grund und Betrag sehr unsicher sind (z.B. künftige Gewinnausschüttungen).

Künftige Ausschüttungen können nur dann in die Kreditwürdigkeitsprüfung einfließen, wenn die betroffene Unternehmung eine langfristig gesicherte Ertragssituation oder entsprechende Ergebnisvortrag nachweisen kann und der Aktionär gleichzeitig über ausreichende Stimmen für die tatsächliche Durchführung der Ausschüttung verfügen (Ausschüttungsbeschlüsse); die Kreditwürdigkeit muss jedoch wiederhergestellt werden, wenn sich die Ertragssituation der Gesell schaf t in Zukunft verschlimmert oder sich die Beteiligungsquote oder die Stimmenberechtigung des Aktionärs (quantitativ oder qualitativ) verringert; die Stabilit t der Ertragssituation muss derzeit berücksichtigt werden.

2. eine Verschärfung der Ertragslage des Aktionärs durch Ausscheiden; die Spareinlagen des Aktionärs (insbesondere Grundstück und Kapitalvermögen), sofern die Realisierung in Zukunft wahrscheinlich ist und keine anderen Kreditgeber mit Vorrang zufrieden sein müssen (z.B. ist die Veräußerung eines einem Verkaufsverbot und einer Belastung zugunsten eines Dritten unterliegenden Objekts nicht realistisch); bestehende Verbindlichkeiten und Obliegenheiten des Aktionärs (z.B. Unterhaltspflichten aufgrund einer Ehescheidung, andere Kreditpflichten); die festgelegte Rückzahlungsfrist.

Stufe 3: Überprüfung der Sicherheit des Gesellschafters: Die Sicherheit soll die Firma vor dem Ausfallsrisiko aus dem Geldtransfer schützen, da die Kreditwürdigkeit des Anteilseigners aufgrund der zukünftigen Entwicklung, insbesondere bei einer längeren Übertragung, nicht vorhergesehen werden kann. Bei der Strukturierung der Wertpapiere ist darauf zu achten, dass die Firma in der Lage ist, ihre Forderungen - unbehindert durch andere Gläubiger - durch einen angemessenen Zugang oder eine angemessene Verwertungsmaßnahme zu erfüllen.

Wird bei einem Kredit von mehr als EUR 5.000 und einer vertraglich festgelegten Kreditlaufzeit von mehr als drei Jahren keine Sicherheit durch den Aktionär geleistet, so bedeutet dies, dass die Mittel in einer Weise übertragen wurden, die für Dritte nicht üblich ist. Damit ist ein starker Hinweis auf eine vorhersehbare Nicht-Einbringlichkeit der Forderungen seitens des Gesellschafters zum Transaktionszeitpunkt gegeben.

Ergreift die Gesellschaf t bei fehlender Sicherheit (oder bei unzureichender Sicherheit) im Fall einer Bonitätsverschlechterung des Aktionärs keine sofortigen und fristgerechten Massnahmen zur Sicherstellung der Forderungseinbringlichkeit, ist ein (impliziter) Verzicht auf die Inanspruchnahme und damit eine versteckte Verteilung zu unterstellen. Wenn die hier beschriebene Abschlussprüfung zeigt, dass die auf dem Verrechnungskonto verbuchte Anspruch als Kredit an den Aktionär zu erfassen ist, kann (nur) eine versteckte Verteilung in der Größenordnung der Abweichung zwischen den effektiv gezahlten Zinsen und einem für Dritte üblichen Zins bestehen.

Kann kein übliches Kredit übernommen werden, wird der ganze ausstehende Geldbetrag mit 27,5% Quellensteuer als versteckte Verteilung besteuert. Neben den oben beschriebenen steuerlichen Fragen können für Aktionäre und Geschäftsleiter durch unbefugte Kapitalrückzahlungen und, wenn die Steuerbehörden eine bewusste Steuersenkung nachweisen, auch durch finanz-strafrechtliche Effekte entstehen.

Die Datenerhebung beim Kreditantrag erfolgt durch: smava GmbH Kopernikusstr. 35 10243 Berlin E-Mail: info@smava.de Internet: www.smava.de Hotline: 0800 - 0700 620 (Servicezeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-15 Uhr) Fax: 0180 5 700 621 (0,14 €/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min) Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Alexander Artopé (Gründer), Eckart Vierkant (Gründer), Sebastian Bielski Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RStV: Alexander Artopé Datenschutzbeauftragter: Thorsten Feldmann, L.L.M. Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Berlin Registernummer: HRB 97913 Umsatzsteuer-ID: DE244228123 Impressum