Postbank

Die Postbank

Keiner will die Postbank von der Deutsche Postbank kaufen - Economy In diesem Zusammenhang will die DEZA acht Mrd. EUR an neuem Eigenkapital aufnehmen, die Postbank gehört weiterhin zum Konzern. Aber jetzt: Zwei Jahre lang hat die DEZA erfolglos den Versuch unternommen, ihre Tochtergesellschaft Postbank zu verkauf. Jetzt musste das Unternehmen zugeben, dass niemand die Hausbank zu einem annehmbaren Kurs erwerben wollte. Mit 14 Mio. Passagieren verbleibt die Postbank mit dem blauem Emblem unter dem Namen der Hausbank.

Nicht nur das: Die Nationalbank muss acht Mrd. EUR an frischem Eigenkapital aufbringen - auch wenn Cryan seit Monaten den Gesprächen über eine Kapitalerhöhungen widerspricht. "â??Unsere Weichenstellungen sind ein bedeutender Beitrag, um die Dt. Bankengruppe stÃ?rker zu machen und wieder zu wachsenâ??, sagte Cryan am gestrigen Arbeitstag. Damit reagiert die EZB auf Kritiker, die seit Jahren das zu niedrige Eigenmittelniveau vorziehen.

Die Veräußerung der Postbank sollte tatsächlich dazu dienen, das Eigenkapital der Muttergesellschaft zu schonen. Aufgrund der schwachen Reservebasis war die Nationalbank krisenanfällig. Und als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass die USA der Nationalbank mit einer Geldstrafe von 14 Mrd. USD für Straftaten aus der Finanzmarktkrise gedroht hatten, befand sich das Spargeldhaus beinahe in existenzieller Not. Ausgehend von ihrem Tiefststand von weniger als zehn EUR haben sich die Aktienkurse inzwischen auf gut 19 EUR vervielfacht.

Seit letztem Jahr werden sowohl die Kapitalmaßnahme als auch die Reintegration der Postbank und der Teil-IPO des Asset Managements spekulativ verfolgt. Dennoch sollte die Wahl für viele der 19.000 Mitarbeiter der Postbank ein Wermutstropfen sein. Cryan wollte nicht verraten, wie viele Arbeitsplätze am kommenden Wochenende davon betroffenen waren, sondern gab einen Hinweis: Die Nationalbank rechnet im Rahmen der Migration mit Ausgaben von rund einer Mrd. EUR für "Restrukturierung und Abfindung".

Der Beschluss ist auch zunächst für die Gesellschafter unangenehm - er verdünnt jedenfalls den Teil derjenigen, die nicht an der Kapitalmaßnahme teilnehmen wollen. Dreimal in den letzten sieben Jahren mussten die Nachfolger von Cryan ihre Gesellschafter um neues Eigenkapital ersuchen - insgesamt 22 Mrd. E. Dies war nicht nur notwendig, weil die Regulierungsbehörden von den Kreditinstituten immer strengere Eigenmittelquoten verlangen, sondern weil das Geldinstitut seit der Finanzmarktkrise Boni von rund 24 Mrd. EUR an seine Investmentbanker ausgezahlt hatte, aber für ihre Transaktionen mehr als 12 Mrd. EUR an Bußgeldern bezahlt werden mussten.

Die Nationalbank kann sich solche Spiele nicht mehr leisten, und die Bonusse wurden bereits für 2017 reduziert. Diese Kapitalmaßnahme ist "ein korrekter und konsequenter weiterer wichtiger Punkt bei der Neuausrichtung der Bank", sagte Ingo Speich von Union Investment, einem der größten Aktionäre der Nationalbank. Die Tatsache, dass die Hausbank nun für 2017 eine Mindest-Dividende ausschütten will, ist ein gutes Vorzeichen.

Es hängt jedoch von den Einzelheiten ab, ob sich die EU an der Kapitalmaßnahme beteiligen würde. Es bleibt abzuwarten, ob auch die anderen Hauptaktionäre der Erhöhung zustimmen werden: Der Scheich aus Katar, der etwa acht Prozentpunkte hält, hatte seine Einsatzbereitschaft angekündigt. Ebenfalls folgen sollte der erst vor zweiwöchigen Übernahme von 3,04 Prozentpunkten an der HNA durch den chinesischen Industriekonzern HNA.

Ob der US-Fondsriese Schwarzfelsen, der sechs Prozentpunkte besitzt, auch in die neuen Anteile investieren wird, bleibt abzuwarten. Die Positionierung prägt auch den Vorstand: Der Postbank Vorstandsvorsitzende Frank Strauß wird mit Christian Sewing das Geschäft mit Privatkunden führen.

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