Kreditanfrage Abgelehnt Schufa

Kredit abgelehnt wegen der Schufa: Das können Sie tun

Nicht selten wird eine Kreditanfrage abgelehnt. Schufa-Auskünfte mit negativem Inhalt sind ein wichtiger Ablehnungsgrund. Betroffene Kreditinteressenten stellen sich dann die Frage, ob es trotzdem möglich ist, Kredit zu erhalten.

Kreditanfrage

Die Einholung der Schufa-Auskunft gehört zum Standard bei Kreditentscheidungen. Praktisch alle Banken und Sparkassen in Deutschland sind Schufa-Partner. Deutschlands größte Kreditauskunftei hat gut 800 Millionen Daten zu nahezu jedem erwachsenen Bundesbürger gespeichert. Negative Schufa-Merkmale führen fast immer zur Kreditablehnung.

War die Schufa-Auskunft richtig?

Wird eine Kreditanfrage abgelehnt wegen der Schufa, sollte zunächst einmal geprüft werden, ob die Schufa-Auskunft tatsächlich richtig ist. Angesichts der großen Datenfülle kommt es durchaus gelegentlich vor, dass Daten veraltet oder fehlerhaft sind. Manchmal werden auch Daten wegen Namensverwechslungen falsch zugeordnet. Hier haben Verbraucher grundsätzlich einen Anspruch auf Fehlerberichtigung – auch bevor die üblichen Fristen für die Datenlöschung erreicht sind.

Feststellen lässt sich das durch die Einholung einer Schufa-Selbstauskunft. Die kann einmal jährlich sogar kostenlos angefordert werden. Mit einer „sauberen“ Schufa sind die Kreditaussichten dann in der Regel deutlich besser. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit zu warten, bis die negativen Schufa-Merkmale automatisch gelöscht werden. Das kann je nach Eintrag länger dauern. Bei vielen Negativ-Merkmalen gelten Drei-Jahres-Fristen. Bei Verbraucherinsolvenzverfahren dauert es sogar sechs volle Kalenderjahre.

Kredite ohne oder trotz negativer Schufa

Vielen Kreditinteressenten ist diese Wartezeit zu lang. Oft wird dringend eine Finanzierung benötigt. Eine Lösung versprechen Kreditvermittler, die „Kredit ohne Schufa“ oder „Kredit trotz negativer Schufa“ in Aussicht stellen. Bei diesen Angeboten handelt es sich nicht immer, aber oft um unseriöse Offerten. Sie sollten daher besonders kritisch geprüft werden.

Bei seriösen Vermittlern stehen meist ausländische Kreditgeber dahinter, die nicht Schufa-Partner sind. Oft wird auch von „Schweizer Krediten“ gesprochen. Manchmal sind Kreditgeber auch zur Kreditvergabe bereit, wenn negative Schufa-Einträge vorliegen, die nicht so gravierend sind. Auch bei solchen Krediten wird allerdings nicht auf eine Bonitätsprüfung verzichtet. Sie ist oft sogar strenger, weil die Schufa-Sicherheit fehlt. Die Kredite sind in puncto Betrag oder Laufzeit begrenzt und meist teurer als auf herkömmlichem Weg.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Unseriöse Angebote verfolgen oft gar nicht erst die Absicht einer Kreditvergabe. Hier geht es darum an der Kreditanfrage oder an unvorteilhaften und überteuerten Koppel-Produkten zu verdienen, deren Abschluss zur Auflage für den Kredit gemacht wird. Daher Vorsicht, wenn vor einer Kreditauszahlung bereits Gebühren für die Anfrage zu zahlen sind oder zusätzliche Produkte abzuschließen sind. Wird eine Kreditanfrage abgelehnt, ist Schufa-Bereinigung und Abwarten sicher der bessere Weg.

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