Hausschenkung zu Lebzeiten

Hausgeschenk zu Lebzeiten

Die Antworten des Fachanwalts. Spende zu Lebzeiten Anwalt Spezialist Anwalt Erbschaftsrecht München Diejenigen, die zu Lebzeiten einen Teil ihres Eigentums abgeben wollen, d.h. lieber mit freundlicher Faust geben, sollten darauf achten, dass keine unnötige Steuerbelastung auftritt und die Spende nicht zu unerwünschten Streitereien und Todesstreitigkeiten auslöst. Schenkt ein Testpersonen bereits zu Lebzeiten, ergeben sich nach seinem Tode oft Meinungsverschiedenheiten darüber, ob und in welcher Form die Geschenke zu seinen Lebzeiten dem Pflichtteil oder dem Erbschaftsteil gutgeschrieben werden sollen.

Beispiel: Max Müller aus München hat ein Volumen von einer Meile. Als Witwe hat er zwei Söhne, Anna und Maria. 2016 spendete er Anna 200.000 EUR als Subvention für den Kauf einer Wohnanlage. Er befahl in seinem letzten Willen und Ersuchen, die Hälfe seines Vermögens auf seine beiden Nachkommen zu übertragen.

Wenn er stirbt, beträgt sein Glück 800.000 Euro. Annas und Marias Eltern werden je 400.000 Euro anerben. Die Tatsache, dass Anna zu ihren Lebzeiten bereits 200.000 Euro bekommen hat, macht nichts aus dem großen Ärger von Maria, die dies für unfair hält. Max Müller hätte dieses Resultat nur verhindern können, wenn er in seinem testamentarischen Auftrag befohlen hätte, dass Anna das Geschenk zu ihren Lebzeiten auf ihr Erbe angerechnet bekommen sollte.

Ganz anders ist es jedoch, wenn die Spende nicht auf das Erbe, sondern auf den Pflichtteil anrechenbar ist, denn in diesem Falle reicht es nicht aus, die Spende im Testament zu bestellen, sondern sie muss bereits zum Zeitpunkt der Spende deklariert sein. Beispiel: Max Müller aus München hat zwei Mütter, Anna und Maria.

2016 spendete er Anna einen Betrag von EUR 300.000 als Subvention für den Erwerb einer Wohnanlage. Da er sich einige Jahre später mit Anna überlässt, benutzt Max seine Töchter Maria als alleinige Erbin in seinem Willen und befiehlt weiter, dass Anna die 2016 als Schenkung erhaltenen 2000.000 Euro auf ihren Pflichtanteil angerechnet werden müssen.

Wenn Max einige Jahre später starb, betrug sein Glück 800.000 ?. Annas Pflichtanteil von 200.000 Euro bekommt Anna, die restlichen 600.000 Euro bekommt Maria als alleinerbe. Die zu Annas Lebzeiten bereits gespendeten 200.000 Euro werden jedoch nicht mit ihrem Pflichtanteil verrechnet, da die in ihrem Testament enthaltene Verfügung keine Rechtswirkung hat.

Ein effektiver Ausgleich des Pflichtteils kann nur zum Geschenkzeitpunkt, nicht aber später im Testament vereinbaren werden. Eine zu Lebzeiten gemachte Spende wird immer auf Ansprüche auf einen Pflichtteilszuschlag angerechnet, auch wenn zum Zeitpunkt der Spende keine entsprechenden Vereinbarungen getroffen wurden und wenn im Willenstext kein Wortlaut vorhanden ist, der für die Spende spricht. Beispiel: Max aus München hat zwei Kinder, Anna und Maria.

2016 spendete er 200.000 an Anna als Subvention für den Kauf einer Wohnanlage und 400.000 an Maria als Subvention für die Unternehmensgründung. Da Max sich kurz darauf mit Anna stürzt, stellt er Maria als alleinige Erbin in seinen Willen. Wenn Max 2017 stirbt, beläuft sich sein Kapital auf eine Millionen EUR.

Seit der Enterbung von Anna kann sie nun gegen Maria Pflichtteilsansprüche wegen des zum Zeitpunkt ihres Todes vorhandenen Vermögens von einer Millionen EUR und Pflichtteilsersatzansprüche wegen der zu Lebzeiten veräußerten Summe von 600.000 EUR durchsetzen. Ihr Pflichtteilsverhältnis liegt bei einem Quartal. Ausgehend von dem zum Zeitpunkt des Todes noch vorhandenen Kapital beläuft sich der Pflichtteilsberechtigung damit auf 250.000 ?.

Im Zusammenhang mit den zu Lebzeiten verschenkten Vermögenswerten beläuft sich der Anspruch auf einen Pflichtteilszuschlag auch auf ein Quartal, d.h. 150.000 ?. Anna muss jedoch den zu ihren Lebzeiten selbst als Geschenk erhaltenen Wert, d.h. 200.000 , in voller Höhe auf ihren Anspruch auf den Pflichtteilszuschlag angerechnet werden, auch wenn dieser zum damaligen Zeitpunkt weder zugesagt noch in ihrem testamentarischen Auftrag bestellt war.

Bezüglich des Pflichtteilsanspruches gibt es jedoch keine weitere Gutschrift, so dass Anna von Maria 250.000 Euro fordern kann. Es wird dringend empfohlen, bei jeder Spende zu prüfen, ob der Pflichtanteil gutgeschrieben werden soll. Es ist auch im Testament zu bestimmen, ob und wenn ja, in welchem Umfang eine Verrechnung mit dem Teil der Erbschaft vorgenommen werden soll.

Weitere Angaben zum Pflichtbereich sind hier zu ersichtlich. Weitere Infos zur Immobilienspende findest du hier.