Folgen Widerruf Darlehen

Konsequenzen Widerrufsdarlehen

Was bedeutet der Widerruf meines Kredits für mich? Wird der Widerruf von Ihnen erklärt, verwandelt sich der Kreditvertrag nach 357 Abs. 1, 346 BGB ex nunc (fortan) in eine Rückgabeverpflichtung. Dabei laufen die wesentlichen Zahlungsverpflichtungen (Zahlung von Kreditraten) aus. Gemäß 346 Abs.

1 BGB in Verbindung mit 357 Abs. 1 BGB sind die Vertragsparteien verpflichtet, die erhaltenen Dienstleistungen zurückzugeben (siehe 1. in der folgenden Abbildung) und die bezogenen Vorteile oder die Vorteile der Nutzung aufzugeben (siehe 2. in der folgenden Abbildung).

Graphisch gesehen heißt das Folgendes: Der Ausgleich der wechselseitigen Schadensfälle führt in der Praxis zu einem geringeren Wert als die verbleibende Verbindlichkeit. Für Sie ist es wichtig, eine finanziell mathematisch einwandfreie Kalkulation der wechselseitigen Schadensfälle zu erstellen, denn nur so können Sie exakt feststellen, welche Schadensfälle die Hausbank gegen Sie hat und welche Schadensfälle Sie gegenüber Ihrer Hausbank haben.

Gern stellen wir Ihnen eine solche Kalkulation zur Verfügung, die immer der Ausgangspunkt für ein Vergleichsgespräch oder die Zwangsvollstreckung sein sollte. Wie viel Geld Sie mit der vorzeitigen Rückzahlung der Strafe einsparen bzw. wieder einfordern können, können Sie hier berechnen. Akzeptiert die Hausbank den Widerruf, müssen Sie die Differenz aus den Gegenforderungen ausgleichen.

Gemäß 357 Abs. 1 in Verbindung mit 286 Abs. 3 BGB beträgt die gesetzliche Frist 30 Tage ab dem Zeitpunkt des Widerspruchs. Daher sollten Sie den Geldbetrag vorsichtshalber zur Verfügung stellen oder eine alternative Finanzierung durch eine andere Hausbank haben, wenn Sie den Widerruf aussprechen. Der Widerruf hat auch den entscheidenden Nachteil, dass Sie für die Stornierung des Kredits keine Frührückzahlungsgebühr zahlen müssen.

So können Sie ohne finanziellen Schaden vom Kreditvertrag zurücktreten und Ihren bestehenden Finanzbedarf auf der Grundlage des derzeit günstigen Zinssatzniveaus refinanzieren.

Der BGH präzisiert die rechtlichen Folgen des Rücktritts - Kreditinstitute müssen eine Nutzungsentschädigung für die gesamte Kreditrate leisten.

Mit Entscheidung vom 22. September 2015 (Aktenzeichen XI ZR 116/15) hat der BGH die rechtlichen Folgen des Rücktritts eines Darlehensvertrags geklärt. Zum Beispiel ging das Bonner Landesgericht davon aus, dass der Konsument nach dem Widerruf seiner Auftragserklärung keinen Anspruch auf Entschädigung hatte - der Nutzen des Kreditnehmers beschränkte sich daher auf die Tatsache, dass eine frühzeitige Rückzahlung des Kredits möglich war.

Von anderen Gerichten wurde ein Nutzungsersatzanspruch nur in Hoehe von 2,5 %-Punkten ueber dem Basiszins erhoben, teilweise auch nicht auf die volle Monatsrate des Kreditnehmers an die Hausbank, sondern nur aus dem Zinsteil. Die Rückzahlungskomponente ist nur die Tilgung dessen, was der Kreditgeber dem Kreditnehmer geliehen hat, und somit keine Eigenleistung des Kreditnehmers.

Die Tatsache, dass der Kreditnehmer auch den Rückzahlungsanteil durch seine Vorarbeit verdienen musste, war für entsprechende Gerichtshöfe irrelevant. Mit seiner Entscheidung hat der VIII. Bundesgerichtshof nun klargestellt, dass entgegen der oben beschriebenen bisherigen Fallrechtsprechung die Entschädigung für die Inanspruchnahme des Kreditnehmers von der Hausbank auf die gesamte Kreditrate aus Zins- und Tilgungsteil zu zahlen ist.

Darüber hinaus weist der BGH erneut auf sein Bundesgerichtsurteil vom 10. März 2009 (Az.: XI ZR 33/08) hin, aus dem hervorgeht, dass bei der Auszahlung an eine Hausbank die eigentliche Annahme vorliegt, dass die Hausbank das vereinnahmte Kapital so investieren kann, dass sie Verwendungszwecke in der Größenordnung von 5 Prozent über dem Basiszins beanspruchen kann.

Die unterschiedlichen Ansichten waren zum Teil dadurch gerechtfertigt, dass selbst eine Hausbank dem Kreditnehmer nur Verzugszinsen in Hoehe von 2,5 %-Punkten ueber dem Leitzins berechnen konnte. Einige argumentierten auch, dass es für eine Hausbank nicht realistisch sei, in der aktuellen Tiefzinsphase fünf Prozentpunkte über dem Leitzins zu liegen.

Bedenkt man jedoch, dass sich der BGH schon immer auf die Reinvestitionsoption der Hausbank konzentriert hat und die Kreditinstitute noch zweistellige Kontokorrentkredite gewähren, sind diese vom Fallrecht des Bundesgerichtshofes verschiedenen Stellungnahmen nicht durchsetzbar. Auch der BGH hat zu den Forderungen einer Hausbank nach einem Widerruf Stellung genommen.

Dieser kann neben der Tilgung des gesamten Darlehensbetrages eine Entschädigung für die Verwendung des ausstehenden Darlehensbetrages einfordern. Diese Nutzungsentschädigung bemisst sich nach dem vertragsgemäß festgelegten Fremdkapitalzinssatz, es sei denn, der Kreditnehmer weist einen geringeren Nutzungsvorteil nach. Letztendlich heißt das, dass die Hausbank bei einer Aufrechnung der wechselseitigen Forderungen nach Widerruf nur den ausstehenden Kreditbetrag vom Kreditnehmer abzüglich der Nutzungsentschädigung, die der Kreditnehmer in Anspruch nehmen kann, entgegennehmen muss.

Damit sollten schreckliche Szenarien wie die, wie viele eine Hausbank die Botschaft verbreiten kann, dass die Hausbank Forderungen an den Konsumenten hat, die über das hinausgehen, was sie bereits erreicht hat, beendet werden.

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