Fidor Festgeld Erfahrungen

Erfahrungen mit der Zeiteinlage von Fidor

Gesamtrating der Fidor Bank: Wer jemals eine Suche nach "Fidor Bank" in einer Internetsuchmaschine durchführt, wird als Suchergebnis auf folgende Überschriften aufmerksam: "Techbude mit Banklizenz", "Der Kundin oder dem Kunden wird die Einlagenrate bestimmt" oder "Fidor Bank vertraut auf Web2.0 Banking". Die scheinbar sehr ungewöhnlichen, "anderen" Geschäftsmodelle der Fidor Bank AG sowie die zunehmende Anzahl von Anwenderfragen zu unserer Bewertung sind die Gründe, warum wir uns dieses Instituts näher ansehen möchten.

Um die Fragestellung zu beantworten, wie ernst und verlässlich die Bewertung der Hausbank sein sollte, werden wir uns im Nachfolgenden auf die schlichten Kennzahlen und "harten Fakten" ausrichten. Gesamtrating der Fidor Bank: Wir stufen die Fidor mit gut 3,5 von 5 Prozentpunkten ein. Es handelt sich um eine relativ junge Hausbank, deren Businessmodell sich noch nicht im Markt bewährt hat.

Wegen der eingeschränkten Geschichte und des fehlenden Bonitätsratings der Fidor Bank war unsere Beurteilung etwas schwierig. Aufgrund der allgemein zugänglichen (Finanz-)Zahlen (z.B. aus den Geschäftsberichten) ist die Fidor Bank jedoch im Wettbewerbsvergleich weder besonders schlecht noch außergewöhnlich gut positioniert.

Vor allem die vergleichsweise schwache Ergebnisentwicklung verdeutlicht, dass man nach wie vor nach einem wirklich rentablen GeschÃ?ftsmodell sucht. In jedem Fidor Bank wäre angesichts ihres Einlagenvolumens von rund 250 Mio. Euro im Insolvenzfall ohnehin gering genug, um vom gesetzlich vorgeschriebenen DFG aufgenommen zu werden.

Dies betrifft vor allem die zu investierenden Mittel über EUR 110.000, so dass Sie immer unterhalb der Grenze des gesetzlich vorgeschriebenen Einlagesicherungsfonds liegen. Sie ist eine direkte Bank (d.h. sie hat keine eigenen Filialen) und arbeitet als Universaltät, d.h. sie erbringt eine breite Palette von Leistungen in den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen wie Anlage-, Kredit- und Depotgeschäft.

Kröner, der Begründer und heutige CEO der Fidor Banque, hat bereits Erfahrungen mit neuen Geschäftschancen im Bankensektor gesammelt, da er 1994 die heute renommierte DAB Banque gegründet und geleitet hat, die im vergangenen Jahr an die französischen BNP Paribas veräußert wurde. Die Fidor Banque hat seit ihrer GrÃ?ndung ihre Kundenbasis (mittlerweile Ã?ber 61.000 Kunden) und ihre Produktpalette sowohl im traditionellen BankgeschÃ?ft als auch in neuen Gebieten wie "Web Banking 2.0", d.h. Online-Banking mit stÃ?rkerem Einsatz von Social Media wie z. B. Ã?berall auf der Welt und einer Nutzer-Community sÃ?mtlich erweitert.

Die Produktpalette umfasst vorsichtige Anlagen wie Tages- und Festgeldanlagen, Kontokorrentkonten und diverse Kreditformen. Allerdings wird das Kontokorrent im Zusammenhang mit der Prepaid-MasterCard und dem Fidor-Sparbrief für die meisten Anwender voraussichtlich von primärem Interesse bleiben, da dies die gängigsten Waren des täglichen Lebens sind. Die Sparbriefe funktioniert wie ein Termingeld und kann ab 100 Euro investiert werden.

Von anderen traditionsreichen Instituten unterscheidet sich die Gesellschaft letztendlich durch ihre Palette sehr neuer Bankprodukte in Form des "Social Banking", das vor allem digitalaffine und junge Menschen ansprechen soll. Die Fidor hat auch eine Form des Informationsaustauschs zwischen den Geschäftspartnern, den Mitarbeitern der Fidor Gruppe und den Beratern.

Dazu zählt auch ein Prämiensystem, das beispielsweise die Belohnung für die Beantwortung von Anfragen oder die Aufnahme von erklärenden Videos bietet. Darüber hinaus werden von der Fidor Banque regelmäßig Sonderaktionen über WLAN und WLAN durchgeführt, die es den Bankkunden ermöglichen, bestimmte Finanzboni zu erhalten. Ein genauerer Einblick in die Preis- und Bonusliste der Fidor Banque gibt einen detaillierteren Überblick.

Auf der einen und der Fidor Benchmark gibt es einen durchaus "jungen, dynamisch-innovativen Eindruck", auf der anderen aber auch eine gewisse Desillusionierung. Aus unserer Perspektive hat die Fidor noch nicht bewiesen, ob innovative Bankprodukte in Deutschland letztendlich dauerhaft Gewinn bringen können. Innovationen sind immer gut und bedeutsam, aber sie müssen sich im langwierigen Bankenalltag der Menschen immer wieder aufs Neue bewährt haben und vor allem auch Margen für die Hausbank generieren.

Der Kapitalbedarf zur Wachstumsfinanzierung der Fidor Bank kommt bisher von Risikokapitalgesellschaften (siehe Risikokapital). Dies ist kein besonders verbindliches Konzept, aber es kann auf lange Sicht funktionieren und ist nicht per se schlecht. Die Fidor Bank hat ihre Banklizenz erst im Sommersemester 2009 erworben, so dass es keine Angaben zur Geschäftsentwicklung vor oder während der Finanz- und Bankkrise gibt.

Sie sollten sich jedoch niemals nur auf die Mitgliedschaft einer Hausbank im gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungsfonds stützen, da dieser nur als Netzwerk für Absolutnotfälle vorgesehen ist. Daher ist es immer sinnvoll, sich vor einer Investition über die Finanzlage und Kreditwürdigkeit einer Hausbank zu unterrichten. Die Fidor Benchmarking GmbH ist für den "Quick Check" in der Regel ein gutes Mittel, aber die Fidor Benchmark verfügt noch nicht über ein Rating der großen Rating-Agenturen.

Dies allein ist jedoch nicht als schlecht zu werten, da es sich um keine Pflichtratings handelt und auch sehr kostspielig ist (Banken müssen ihre Raten selbst bezahlen). Die Fidor hat uns seit 2009 in Bezug auf die Ertragsentwicklung nicht besonders gut beeindruckt. Aus unserer Perspektive zeigt das Zahlenwerk eindeutig, dass die BayernLB weiterhin auf der Suche nach einem nachhaltig rentablen GeschÃ?ftsmodell ist.

Zugleich ist aber auch restriktiv zu erwähnen, dass bei einer ausreichenden Kapitalisierung einer Hausbank (z.B. durch ihre Eigentümer) über Jahre hinweg Schäden entstehen können, ohne der Hausbank Schwierigkeiten zu bereiten. Dies ist daher noch kein hinreichender Hinweis auf eine eventuell mangelnde Kreditwürdigkeit. Nichtsdestotrotz stellen wir uns die Frage, wo die Fidor-Linie ihre Gewinne auf lange Sicht erzielen will, wenn dies in den vergangenen 5 Jahren nicht so gut geklappt hat.

Eine weitere wichtige Kennzahl zur Bewertung der Ausfallsicherheit einer Großbank ist die Eigenmittelquote, d.h. die Relation von Eigen- zu Gesamtkapital. Die Fidor befindet sich hier mit einer Rate von 8,59 Prozent (2013) bzw. 7,74 Prozent (erstes Semester 2014) auf einem recht günstigen Niveau. Die Deutschen Banken und die Commerzbank sind im Vorjahresvergleich mit 4,90 Prozent bzw. 3,40 Prozent auf der Grundlage der Zahlen von 2013 signifikant niedriger.

Etwas ungünstiger für die Fidor Banque ist die Kerneigenkapitalquote, die das Risikopotenzial der einzelnen Anlageklassen einer Hausbank verstärkt einbezieht. Noch einmal zum Vergleich: Commerzbank (13,50 %) und Deutsche Bundesbank (16,90 %) sind leicht höher als die Fidor Bundesbank. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Fidor Benchmark weder nach oben noch nach unten hin von den Wettbewerbern abhängt.

Andererseits erscheint die Fidor Bank in Bezug auf ihre Liquidität überraschend gut positioniert. Daraus ersehen wir, wie viel Kundenkredit bei der Notenbank abgestellt ist und daher rasch zur Verfügung steht, wenn der Kunde auf einmal sein Guthaben abheben möchte. Er betrug 2013 16,7% (siehe S. 45 des Geschäftsberichts 2013) und fiel damit signifikant besser aus.

Der Fidor Bank ist Mitglied des gesetzlich vorgeschriebenen Einlagesicherungsfonds, der im Falle einer Insolvenz einen Betrag von bis zu einem Betrag von maximal Euro 60.000 pro Inhaber (einschließlich etwaiger Zinsansprüche) zurückerstatten soll. Zusammenfassend schätzen wir die gesetzlich vorgeschriebene Deckung jedoch nach wie vor als recht stabil ein, denn im Ernstfall ist eine Unterstützung durch die Bundesregierung nicht ungewöhnlich, da sie mit ihrem AAA-Rating nach wie vor eine sehr gute Kapitalmarktbonität hat.

Darüber hinaus sind inländische Investoren aufgrund ihrer Anbindung an das gesetzliche Einlagensicherungssystem einem geringeren politischen Restrisiko ausgesetzt als ausländische Kreditinstitute und Einlagensicherungsgesellschaften. Bedauerlicherweise ist noch nicht endgültig klargestellt, ob der Bund im Notfall gezwungen wäre, den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungsfonds zu unterstützen, so dass dies trotz der grosszügigen Zusagen von Merkel letztendlich nicht gewährleistet werden kann.

Die Fidor steht der Fidor Gruppe in Bezug auf den Schutz über das "Notfallnetzwerk Einlagensicherung" in nichts nach, da für alle dt. privaten Banken in gleicher Weise Rechtsschutz gilt. Bei der Fidor Banque ist es jedoch ermutigend, dass die verwalteten Vermögen aktuell "nur" rund 250 Mio. betragen (siehe Zwischenbericht 2014).

Würde die Fidor Bank allein in Konkurs gehen, wäre es wahrscheinlich verhältnismäßig einfach, die betreffenden Anleger für den Passivschutzfonds zu entschädigen, da das Fondsvermögen, wie bereits oben beschrieben, gegenwärtig fast 1 Mrd. EUR ausmacht. Wenn sich Ihr Kreditsaldo bei der Fidor Bank daher auf höchstens EUR 10.000 beläuft, können Sie sich mit Ihrem Entschädigungsanspruch gegenüber dem Entschädigungsinstitut auf der Grundlage der heute vorliegenden Informationen verhältnismäßig gut aufgehoben sein.

Zur Vervollständigung möchten wir an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass die Fidor Benchmark im Okt. 2014 einem so genannten DDoS-Angriff ("Distributed Denial of Service") zum Opfer gefallen ist. Die Server- und Netzwerk-Infrastruktur der Nationalbank war mit externen Anforderungen überschwemmt, so dass die Kundinnen und Kunden die Website und ihre Prepaid-Masterkarten einen Tag lang nicht benutzen konnten.

So haben die Täter versucht, die Hausbank zu terrorisieren und große "Lösegelder" zu verdienen. Allerdings hat die Fidor Banque unverzüglich die Polizisten gerufen und ihre Mandanten erstaunlich offen und ehrlich über die Fakten informiert. Aus unserer Perspektive ist der Anschlag selbst weder für noch gegen die Fidor Banque sprechend, da große Konzerne immer wieder unter solchen Angriffen auftauchen.

Viele andere Banken hätten wohl geschwiegen, nur um das äußere Antlitz zu bewahren. Im Rahmen unserer Security-Analyse kann eine solche Kommunikationsstrategie auch als vorteilhaft angesehen werden.

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