Darlehensvertrag zwischen Angehörigen

Kreditvereinbarung zwischen Verwandten

Als Vergleichsmaßstab dienen hier die zwischen Kreditnehmern und Kreditinstituten üblichen Vereinbarungen. Aus steuerlicher Sicht können Angehörige ihre Rechtsbeziehungen so gestalten, dass die Steuerbelastung so gering wie möglich ist. Konzept einer Steuer auf den aktuellen Ertrag von Netzen enger Mitarbeiter - Manuel Teschke

Manuelle Teschke untersucht die beiden grundlegenden Optionen einer Versteuerung von Netzen enger Kooperationspartner. Dabei entwickelt er Lösungsvorschläge für eine angemessenere Gestaltung der Fremdvergleiche sowie für eine formelle Gewinnausschüttung und weist auf Strukturierungsmöglichkeiten hin. Dr. Manuel Teschke ist Forschungsassistent bei Prof. Dr. Norbert Herzig am Institut für Betriebswirtschaft und Steuern der Kölner Unversität.

Wieder einmal: Kreditverträge zwischen engen Verwandten

Wo sich die Schranken zwischen Privatem und Geschäft verwischen, gibt es regelmässig wiederkehrende Themen, die den Steueranwalt antreiben: Noch einmal steht der Darlehensvertrag zwischen nahestehenden Verwandten im Vordergrund: Zur Erinnerung sei noch einmal darauf verwiesen, dass Darlehensvereinbarungen zwischen nahestehenden Verwandten nur dann aus steuerlichen Gründen berücksichtigt werden, wenn sie effektiv privatrechtlich zustande gekommen sind (dies kann vor allem für Minderjährige ein Problemfeld sein, da hier vertretungsrechtlich auftreten können), wenn sie auch wirklich umgesetzt werden (z.B. wenn Zinspflichten erfüllt werden) und einem Drittvergleich (z.B. vor allem in Bezug auf Zinsen, Rückzahlung und Wertpapiere) standzuhalten sind.

Sie ist jedoch dadurch grosszügig, dass sie von den Steuerbehörden anerkannt wird, dass das Fremdvergleichsprinzip bei Kreditverträgen zwischen erwachsenen Verwandten nicht auf die Rückzahlungsmodalität und die Besicherung ausgeweitet wird. Stattdessen muss bei Verwandten, die besonders ökonomisch selbständig sind, der Kreditvertrag akzeptiert werden, wenn er effektiv abgeschlossen und umgesetzt wird. Nun stellte sich neben diesen grundsätzlichen Fragen folgender Vorfall: Im Konflikt mit dem Steueramt stellte sich die Fragestellung, ob eine so genannte Progressionslücke zwischen nahestehenden Angehörigen festgestellt werden kann.

Bei der neuen Abgeltungsteuer bezahlt der Zinsnehmer in der Regel nur noch 25% Steuern auf Zinserträge, während der Zinszahler den Zinsaufwand als Teil einer Einkommensart zum eigenen individuellen Ertragsteuersatz abführen kann. Diese günstige Progressionsdifferenz wollten die Steuerbehörden unter Berufung auf die Bestimmung des 32 d Abs. 2 Nr. 1 lit. a) EStG nicht dulden.

Damit können in der Folge auch Kredite zwischen Familienmitgliedern - wenn sie überhaupt für steuerliche Zwecke angesetzt werden (siehe oben) - zur Ausnutzung einer Steuerdifferenz ausgenutzt werden. Für solche Fälle gilt die vom Prinzip der Abgeltungsteuer abweichende Missbrauchsbestimmung, die beim Verzinsungsempfänger auch den Personensteuersatz für die Zinserträge des Verzinsungsempfängers übernimmt, § 32 d Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 lit. A) EStG.

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